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Badespaß

Geschrieben am 24.01.10 von Heide. Kommentar (0).

So kann der Tag beginnen oder enden: Eine Badewanne voll herrlich heißem Wasser, bedeckt mit schneeweißem Schaum und natürlich angereichert mit edlem Badezusatz.
Drumherum mindestens 59.000 Kerzen, alle gleichzeitig angezündet, Entspannungsmusik (natürlich nur Enigma), Telefon und Handy aus und mindestens eine Stunde Zeit.

Und so funktioniert es bei mir nicht. :(

Es scheitert schon an den 59.000 Kerzen. Diese kann ich nie so schnell anzünden wie in den Liebesfilmen, wo beide die Wohnung betreten, und sie sagt: „Ich geh nochmal schnell ins Bad”, um ihn dann ca. 30 Sekunden später mit einem lichterkerzendurchflutetem Badewannenzauber zu überraschen.

Ich habe in meinem Badezimmer sieben Kerzlein und das finde ich schon aufwändig.
Enigma wäre erfolgversprechend, aber leider fällt es mir oft erst ein, wenn ich schon in der Wanne bin, und wieder raus ist eklig.

Badewasserzusatz dürfte klappen, also ab in den Drogeriemarkt und was Neues gegriffen. Kristalle, die nach Eukalyptus und irgendetwas anderem riechen sollen.

Rein ins Wasser damit und sich der Bekleidung entledigen, um sich so richtig rundum wohlzufühlen.

Wenn da nicht die Kristalle wären, die sich blöderweise hartnäckig dem Auflösungsprozess entziehen. Ungefähr so muss sich ein Fakir fühlen, liegt er auf seinem Nagelbett, aber der hats wahrscheinlich besser drauf, weil er sich mental abschalten kann. Ich nicht und so erst recht nicht. Fühle mich, als hätte ich gerade ein Paket Knäckebrot verkrümmelt.

Nie wieder etwas gegen Männer, die sich mit „Tabak” oder „Old Spice” begnügen, denn es geht doch nichts über Nostalgie. Daher wird das Zeug jetzt weggeschmissen und wieder „Badedas” gekauft. Okay, praktisch ohne Wert in der persönlichen Weiterentwicklung, aber dafür entspannt es wenigstens und lässt wunderschöne Kindheitserinnerungen aufblühen.

Selbstgewähltes Elend, wenn ich mir nicht wenigstens in Kleinigkeiten treu bleiben darf!

Heide

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