Teil 1: Rückschau auf 2011
Spannend, wie schwierig es doch ist, ein vergangenes Jahr zu beschreiben.
Zunächst fällt mir bei Rückschau eher Rückstau ein. Warum? Noch nebelt der Begriff im Gedankenstau herum. Flüssig schreiben? Eher stauen sich die Buchstaben wie die Haarballen im Magen von Berliosz.
Okay, Berliosz, ist ein gutes Stichwort für den Juli 2011! Mein neuer Mitbewohner ist ein Kater aus dem Tierheim. Schon bekannt? Stimmt, denn er füllte bis vor kurzem noch den Lebensknall.
Es staute es sich somit mehr und mehr auf meinem Blog mit Katergeschichten, obwohl es auch ein wirklich emotionsgeladener Lebensknall war. Zunächst die Entscheidung, ob meine Zeit für ein Tier ausreichend vorhanden ist, ob meine Wohnung und speziell der Balkon keine Gefahr bedeutet und ob das Tier mich überhaupt annehmen würde. Bei Katzen ist das ja so eine Sache mit Liebe, Zuneigung und Anhänglichkeit.
Klar war, es musste ein ruhiges, gerne auch ein wenig älteres Katzenviech werden, aber bitte ohne Macken, ohne Psychosen und ohne den Hang zum Möbelvernichten, aber mit großer Liebe zum Katzenklo.
Er konnte dank meiner allerliebsten Nichte tatsächlich entdeckt werden und viele Beiträge wurden ihm hier gewidmet.
Aber Berliosz kann das auch selbst und seine kleinen eigenen Lebensgeschichten erzählen. Daher wurde in den letzten Wochen im Hintergrund von Lebensknall eifrig gearbeitet. Der Blog wurde getrennt, neu organisiert, in Teilen repariert und ein zweiter, neuer Blog entstand: Berliosz.de
Fragt sich jetzt bloß, wie ich beide Blogs auf dem Laufenden halte. Allerdings das wirklich Schöne am Alter ist die Ruhe, die sich langsam auch in mir ausbreiten möchte. Sie bringt es mit sich, dass die Prioritäten im Alltag durchaus auch im Schmusen und Spielen mit meiner kleinen pelzigen Knutschkugel verteilt sind.
Das wiederum bedeutet Stau im Schreiben, aber die Gedanken fließen trotzdem, um auch hier demnächst wieder aufzutauchen.
Auf diesem Blog gibt es das Gedicht: Die Zeit!
Es beeindruckt mich immer noch stark, besonders der Satz: „Ich wünsche mir Zeit!“.
Und die nehme ich mir halt bzw. L1 gibt hier den Ton an, wie immer und immer noch öfter!
Teil 2 folgt.
Heide