An einem Junitag im Jahr 1958 wurde ich in Bremen in die Welt geschubst. Meine Eltern nannten mich “Heide”, etwas anderes fiel ihnen so “spontan” nicht ein.
Ich mag meinen Vornamen, denn dadurch hatte ich das Glück, keinen einfallslosen Spitznamen ertragen zu müssen. Außer “Herman Löns, die Heide brennt” und “Im Wald und auf der Heide” regte mein Vorname zu keinen weiteren kreativen Auswürfen an. Und das bisschen fiel auch irgendwann flach, weil der tolle Gag nur wirklich funktionierte, wenn er gesungen vorgetragen wurde.
Zwischenstation bis zum 43. Lebensjahr war Cuxhaven. Beruflich zog es mich 2002 nach Hannover, wo ich mein Hobby zum Beruf machen konnte: Layout und Design in der Webseitenerstellung.
Seit 1987 bin ich Angestellte im öffentlichen Dienst. Im Mai 2009 wechselte ich kurzzeitig den Arbeitsplatz und zog nach Nienburg an der Weser. Diese kleine Stadt ist auch seit September 2009 mein neuer Wohnort. Im März 2010 rief mich die Technik wieder zurück und so ist Hannover wieder meine dienstliche Heimat.
Als Jugendliche war ich relativ anspruchslos in punkto Ehrgeiz und Erfolg, obwohl ich ganz geschickt war. Der erste Farbfernseher, der erste Rekorder, Geschirrspüler und Video 2000: Meine Familie war von mir abhängig.
Und ich mochte Papier, unbeschriebenes. Herrlich, das frische Weiß und der besondere Geruch! Um sie dann zu beschreiben natürlich.
Talentfrei begann meine berufliche Laufbahn als Fernschreibetriebsangestellte, Schreibkraft, danach als Systembetreuerin eines Mehrplatzsystems und später die PC. Das Schreiben blieb aus, der Wunsch aber hielt sich hartnäckig,
Mein Webblog besteht seit über einem Jahr, zwei Artikel dümpelten so vor sich hin: “Erwartungen” und “Hirn defragmentieren”. Aber jetzt wirds Zeit, jetzt gehts los. Und mit diesem schönen Design kann eigentlich nichts schiefgehen.
Schreiben möchte ich über alles, über mich, über bunte Gedanken, über Reflektion und Lebensschnipsel. Und wahrscheinlich kommt noch mehr hinzu.
In der Rückschau meiner bisherigen fast 52 Jahre bereue ich nichts, gar nichts. Ein, zwei Dinge würde ich heute anders angehen, aber im Endergebnis war auch das okay.
Mein eigenes Universum habe ich gefunden. Es ist gefüllt mit Neugier, Freude und Stolz. Und voller Liebe zum Besten, was ich erleben durfte und “meins” nennen kann, auch wenn er sich schon lange sein eigenes Universum baut.
Es ist meine Sondernummer namens Sohn!
Er weiß noch nichts von meinem Webblog, geschriebene Geschichten von mir hat er auch noch nicht gelesen.
Aber ich höre ihn jetzt schon sagen: “Passt schon, Mam!”
Und er hat Recht, es passt!
Heide Dittel